Zur Gemeinde

Unsere Gemeinde liegt im Süd-Osten Leverkusens, in der Waldsiedlung im Stadtteil Schlebusch. Gemeinsam mit unseren sieben Schwestergemeinden bilden wir den katholischen Seelsorgebereich Leverkusen-Südost.

Zur Kirche

Die Kirche, gelegen auf einem Kiefernhügel an der Saarstraße, und unter der Regie von Architekt Josef Lehmbrock von 1958 bis 1959 errichtet, erinnert in ihrer Form an ein Schiff. Über dem weiten, stützenfreien Kirchenraum scheint das netzförmige, tief heruntergreifende Dach zu schweben. Die Außenmauern mit ihrer Maserung wirken wie steinerne Schiffsplanken. Das Schiffsmotiv wird auch in den Beichtstühlen aufgegriffen; sie erinnern an hölzerne Beiboote – der Bauherr der Kirche, Pfarrer Otto Geller, überließ beim Bau nichts dem Zufall.

Charakteristisch für „eine der schönsten modernen Kirchen weit und breit“ (Gerhard Dane) ist auch der Altar, der etwas erhoben inmitten der Kirche steht und um den sich die Gemeinde zu drei Seiten versammeln kann. Allerdings lag die Gestaltung drei Jahre vor dem 2. Vatikanischen Konzil und war kirchenrechtlich so noch gar nicht erlaubt. So mussten die Priester die Messen die erste Zeit noch nach altem Ritus abgewandt zur Gemeinde feiern.

Weitere Details sind in der Kirche zu entdecken; so z.B. die dreieckigen Fenster mit stilisierten biblischen Motiven aus Murano- Glas, das Altarkreuz „Christus Sieger“, die barocke Marienstatue , das moderne Kunstwerk das „himmlische Jerusalem“ uvm. . Der Glockenturm, der etwas abseits steht und an einen italienischen Campanile erinnert – die Idee hatte Pfr. Otto Geller offenbar von einer frühen Italienreise mitgebracht – wurde erst 1962 gebaut. Von Hand erfolgte das erste Probeläuten aller fünf Glocken im Turm, der unerwartet kräftig mitschwang. Die Arbeiter, völlig verschreckt, so erzählt man sich in der Waldsiedlung, sollen umgehend vom Turm geflohen sein. Bis 1964 zogen sich die Abhilfsmaßnahmen hin.

Zur Baugeschichte

Bereits in den 1930er Jahren hatten die Gläubigen in der Waldsiedlung den Wunsch, nach einer eigenen Kirche. Die Wege zum Gottesdienst waren damals für die Bewohner weit. So musste man entweder nach Dhünnwald, Schildgen oder Schlebusch, um seiner sonntäglichen „Christenpflicht“ nachzukommen. So entstand bereits 1935 der Kirchbauverein St. Albertus Magnus. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde das Bauvorhaben wieder aufgenommen, 1950 konnte der heutige Pfarrsaal als Notkirche eingesegnet werden. Doch die Sehnsucht nach Hoffnung, Friede und Gemeinschaft war nach dem Krieg groß; aus einem Sonntagsgottesdienst wurden zwei und nach kurzer Zeit waren es drei. Aber dennoch standen die Gläubigen auf dem runden Treppenaufgang vor der Notkirche an. Neun Jahre später (1959) wurde die heutige Pfarrkirche von Kardinal Josef Frings, dem damaligen Erzbischof von Köln, eingeweiht.